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Ehrungen bei der SPD-Jahreshauptversammlung
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Verleihung der Stockstädter Münze an engagierte Bürger
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Nikolausfahrt am 9. Dezember 2011
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SPD Stockstadt spendet für das neue Jugendhaus-Domizil
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Kalte Getränke für durstige Kehlen - Getränkeausschank beim Kerweumzug
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Jahreshauptversammlung am 20. Juni 2011
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Preisverleihung - Auflösung des Rätsels im 'Schtockschter Geschwätz'
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Verleihung der Stockstädter Münze am 20. März 2011
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Besichtigung des Seniorenzentrums Stockstadt am 18. März 2011
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Sozialpolitik im Kreis Groß-Gerau
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Zu arm, um krank zu sein - Vortrag von Dr. Thomas Spies
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Nikolausfahrt zum Sternschnuppenmarkt nach Wiesbaden am 10. Dezember 2010
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Gut besuchtes Schlachtfest [15.04.2012] |
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Viele Stockstädter Bürgerinnen und Bürger kamen auch in diesem Jahr zum traditionellen Schlachtfest des SPD-Ortsvereins Stockstadt am Rhein, das erstmals im Frühjahr stattfand, und genossen die angebotene Schlachtplatte.
Unterhalten wurden die Gäste vom Feuerwehrmusikcorps Stockstadt am Rhein.
       

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Ehrungen bei der SPD-Jahreshauptversammlung [28.03.2012] |
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Während der diesjährigen Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins Stockstadt am Rhein wurden folgende Mitglieder für ihre langjährige Mitgliedschaft in der SPD vom 1. Vorsitzenden des Ortsvereins Reiner Kiesel (zweite Reihe 1. von links) und Kreisbeigeordneten Gerald Kummer (dritte Reihe 1. von links) geehrt:

10 Jahre: Rolf Stübing

25 Jahre (von links): Reiner Kiesel, Siegfried Maul
   
40 Jahre (von links): Lydia Göckel, Hans-Joachim Göckel, Ulrich Selle, Karl-Heinz Metzger
nicht anwesend: Ernst Graulich, Karoline Lortz Alfred Pritsch
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Verleihung der Stockstädter Münze an engagierte Bürger [15.01.2012] |
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Bilder: Harald von Haza-Radlitz
Landrat Thomas Will und der erste Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Stockstadt am Rhein Reiner Kiesel verliehen in diesem Jahr die Stockstädter Münze an Herrn Rene Schnappenat (4. von links) für sein Engagement im Stockstädter Schützenverein, Herrn Dr. Norbert Becker (2. von links) für seinen Einsatz bei der Schnakenbekämpfung und Herrn Siegfried Hahn (4. von rechts) für sein langjähriges soziales, sportliches und politisches ehrenamtliches Engagement in Stockstädter Vereinen.Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von der Gruppe Ried-Sax.
Verleihung der Stockstädter Münze an Rene Schnappenat
  
Laudatio von Klaus Mölbert auf Rene Schnappenat:
Sehr geehrter Herr Landrat Will,
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Raschel,
Meine sehr verehrten Damen und Herren,
Liebe Gäste,
Ich freue mich sehr, jetzt eine Laudatio auf einen Mann halten zu dürfen, der aus zwei Gründen mit der Stockstädter Münze ausge-zeichnet werden soll:
Zuvorderst stehen seine unzähligen sportlichen Erfolge, die er errungen hat, danach aber – und deswegen nicht minder von Be-deutung - ist sein Engagement in der Organisation des Vereins. Tätigkeiten, ohne die – wie alle wissen, die vom Ehrenamt spre-chen – eine gute und erfolgreiche Vereinsarbeit nicht möglich wäre.
Es handelt sich um den 1974 in Weimar geborenen und schon lange in Stockstadt lebenden René Schnappenat.
Beginnen darf ich mit seinen sportlichen Erfolgen im Bereich des Sportlichen Schießens. Seine erfolgreichste Disziplin hierbei ist das Schießen mit dem Ordonanzgewehr. Eine Disziplin die außerhalb der Schützenvereine zwar nicht so bekannt ist wie das Schießen mit Luft- oder Kleinkalibergewehr, sich heute aber wachsender Beliebtheit bei den Sportschützen erfreut.
Zuerst darf ich einige grundlegende Worte über dieses sportliche Schießen verlieren. Was also ist ein „Ordonanzgewehr“ ?
Entsprechend der Übersetzung aus dem Französischen für Or-donnanz, (ordonnance – Befehl, Anordnung), ist die Ordonnanz-waffe die militärische, dem Soldaten, Polizei-, Ordnungs- und Justizbediensteten etc. zugeteilte, also befohlene oder angeord-nete Dienstwaffe. Auch nach der Ausmusterung dieser Waffen bleibt ihnen die Bezeichnung „Ordonnanzwaffe“ erhalten.
Vereinfacht kann man sagen: Es handelt sich hier um das in Sportordnungen geregelte und international durchgeführte „Sportliche Schießen mit original historischen Waffen“. Diese schließen auch historische Gewehre mit Schwarzpulverladung ein, mit denen unser zu ehrender Sportschütze ebenfalls viele Erfolge errungen hat. Rene Schnappenat schießt hauptsächlich und hat beste Leistungen mit seinem aus dem Jahre 1908 stammenden Ordonanzgewehr „Karl-Gustav“, im Volksmund auch „Schweden-Mauser“ genannt. Ein Gewehr mit dem Kaliber 6,5 x 55 mm. Scheiben-Entfernung zwischen 100 und ca. 1000 m.
Soviel zu den technische Details hin zu einigen wenigen grund-legenden Bemerkungen zum Schießsport allgemein.
Die Vorurteile, die den Sportschützen teilweise entgegen ge-bracht werden, sie seien unverantwortliche Waffennarren, sind wahrlich nicht realitätsgerecht, sondern entspringen oft einer gra-vierenden Unwissenheit oder – schlimmer – sie werden von Poli-tikern oft dazu missbraucht, den Schießsport in Verruf zu bringen, nur weil ein Hinterbänkler wieder einmal „eine Sau durch Dorf treiben“ muss, um beachtet zu werden. Ein Aufschrei mit an-schließenden Verbotsdrohungen geht durch den Blätterwald, wenn ein bedauernswerter geistig verwirrter junger Mensch mit der Waffe seines Vaters Menschen erschossen hat, nur weil die-ser Vater das Waffengesetz missachtet hat, und seine Pistole nicht im gepanzerten Waffenschrank unterbrachte. Dies ein au-ßerordentlich bedauerliches Ereignis, aber trotzdem nicht geeig-net, hieraus eine pauschale Verdammung der Schützen abzulei-ten. Zumal Beteiligungen von Waffen aus Schützenvereinen bei der Kriminalstatistik nur eine marginale Rolle spielen. Hingegen können Medaillen bei Olympischen Spielen, die in der Presse so gefeiert werden, nicht erzielt werden, wenn eine Sportart nicht in der Breite betrieben wird. Die ca. 1,5 Mio. Bürger, die in Deutsch-land den Schützenvereinen angehören, stellen genau diese Brei-te einer Sportart dar, die für überregionale und beachtenswerte Erfolge benötigt wird. Darüber hinaus sind die Schützenvereine gerade auf dem flachen Land wichtige Agenturen der sozialen Integration, ebenso wie z.B. die Fußballer oder andere Breiten-sportarten.
Die Leistung von René Schnappenat, wie er sie mit dem Ordon-nanzgewehr erzielt hat, belegen die Berechtigung der Schützen-vereine mit ihrer sportlichen Ausrichtung, wie sie z.B. auch von der Stockstädter-Schützengemeinschaft gepflegt wird.
Auf eine Entfernung von 100 Metern hat unser Schütze bei 30 Schuss als bestes Ergebnis 292 Ringe erzielt, d.h. z.B. 22 mal ins Zentrum mit einer 10 und 8 mal nur eine 9. Wer schon jemals auf eine Scheibe geschossen hat, kann erahnen, welche Leistung hier erbracht wurde und demzufolge welches ausdauernde sportliche Training und Disziplin dahinter steckt sowie welche unbedingt erforderliche körperliche Fitness von Nöten ist .
Dies auch der Zeitpunkt, die sportlichen Erfolge unseres zu Eh-renden - im Folgenden in Stichworten - darzustellen.
- Teilnahme mit der Mannschaft bei den Weltmeisterschaften 2006 in Kapstadt, Südafrika.
- Seit 2002 insgesamt 7 mal Deutscher Meister in unterschiedli-chen Diziplinen.
- Daneben viele Male Deutscher-Vizemeister.
- Über 20 mal Landesmeister Hessen (Er hat bei 20 aufgehört mitzuzählen)
- Kaum schätzbare Gau- und Kreismeistertitel.
- Teilnahme an Internationalen Wettbewerben häufig z.B. in Eng-land, in der Schweiz und in Luxemburg.
Zusammengefasst darf ich sagen:
In Rene Schnappenat sehen wir ein überdurchschnittliches
sportliches Talent mit ebensolchen sportlichen Erfolgen !
Aber René steht hier nicht nur der sportlichen Leistungen wegen, sondern weil er ebenfalls vorbildliche Arbeit im Verein vollbringt, also das ausfüllt, was wir von einem Mitbürger im Ehrenamt er-hoffen.
In seinem Verein, der SSG, der Stockstädter-Schützen-Gemein-schaft verantwortet er im Vorstand als „Sportleiter Langwaffen“ die Organisation rund um das Gewehrschießen. Von derzeit ca. 200 Mitglieder der SSG haben sich ca. 40 auf das sportliche Schießen mit Langwaffen spezialisiert. In diesem Bereich ist er seit 4 Jahren überaus engagiert.
Neben dem Deutschen-Sport-Bund, dem die Stockstädter Schüt-zen angeschlossen sind, gibt es z.B. noch den BDS, den Bund Deutscher Sportschützen, der sich mit anderen Waffenarten und Schießdisziplinen befasst. Hier gründete René Schnappenat im Jahre 2005 eine entsprechende Sportgruppe bei den Stockstäd-ter Schützen, deren Gruppenleiter er seit dieser Zeit ist. Die zu-sätzlichen Aufgaben, die sich hieraus ergeben, können mit denen eines Abteilungsleiters bzw. Vereinsvorsitzenden verglichen werden.
Zu guter letzt leitet er die sogenannte Ordonanzrunde auf Kreisebene. Hierbei werden je Jahr 4 Wettkäpfe mit dem Ordo-nanzgewehr durchgeführt, die René ausschreibt, vorbereitet, zu denen er einlädt, denen er meist auch noch als Wettkampfleiter vorsteht.
Unser Sportler und Vereinsaktiver René Schnappenat vereint in vorbildlicher Weise das Ehrenamt, dem wir eine so große gesell-schaftliche Bedeutung zumessen, mit den herausragenden Leis-tungen eines aktiven Sportlers. Er ist also nicht nur „Funktionär“ sondern beides.
Seine Bemerkung, dass er seine Munition selbst laden müsse, um ein gleichmäßiges Schießergebnis erzielen zu können, zeigt in diesem kleinen Detail, dass sein tätiges, sportliches und nicht zuletzt auch finanzielles Engagement rund um den Schießsport wohl fast nur in „fulltime“ zu erzielen ist.
Wir hoffen, dass die Verleihung der Stockstädter Münze an ihn eine kleine Anerkennung dieser, seiner Leistungen darstellt.
Ich als sein Vereinskamerad gratuliere besonders herzlich und wünsche ihm weiterhin viel Spaß und Durchhaltevermögen bei der Arbeit im Verein und mögen er auch in Zukunft herausragen-de sportliche Erfolge erzielen.
Verleihung der Stockstädter Münze an Dr. Norbert Becker
 
Laudatio von Klaus Horst auf Dr. Norbert Becker:
Meine sehr verehrten Damen und Herren,
.. manchmal sind im Leben ganz kleine Dinge von großer Bedeutung.
.. manchmal sind sie so klein, dass man sie kaum wahrnimmt, kaum sieht –
.. aber trotzdem können sie manchmal ungeheuer störend sein, ja geradezu lästig sein – … manch einen stört sogar „die Fliege an der Wand“ …
.. der eine oder andere befasst sich aber auch systematisch, ja gar wissenschaftlich mit diesem Phänomen – und so erhielt ein weit verbreiteter Vertreter dieser quälenden Spezies den wissenschaftlichen Begriff des „quälenden Taugenichts“ .. lateinisch auch aedes vexans genannt.
.. Sie wissen wahrscheinlich alle, wovon jetzt die Rede ist – im Stockstädter Dialekt spricht man in diesem Zusammenhang auch vun de Schnooge, de Rhoischnooge ..
.. so oder so ähnlich könnte ein wissenschaftlicher Vortrag über das sogenannte „Wappentier“ Stockstadts beginnen, über die Stechmücken des Altrheingebietes um Stockstadt am Rhein – den Stechmücken der Rhein-Auwälder des Naturschutzgebietes Kühkopf-Knoblochsaue –
...Wenn über die Rheinschnaken geredet wird, - ich meine hier nicht die Stockstädter Gesangsgruppe !! - sondern die Stechmücken !!, - besser gesagt, wenn über Schnakenbekämpfung geredet wird, wird dies hier im Ried zumeist verknüpft mit einer Person, die sozusagen „die Inkarnation der Schnakenbekämpfung“ ist, es ist dies der Wissenschaftliche Direktor der KABS, der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS): Dr. Norbert Becker
Dr. Norbert Becker kennen die meisten von uns aus anderen Zusammenhängen und in anderer Funktion, als wir ihn heute sehen: – zumeist hält er einen Vortrag und spricht über seine „Lieblingstierchen“, die Stechmücken im Allgemeinen oder „die Rhoischnooge“ im Besonderen, - zu allermeist aber über die Schnakenbekämpfung durch die KABS.
- Hinweise zur KABS: - mehr als 100 Städte, Gemeinden und Kreise des Oberrheingebietes von Lörrach bis Bingen sowie die 3 Rhein-Anrainer-Bundesländer BaWü, Rhl-Pflz., HE haben sich zur „Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS) e.V. zusammengeschlossen …. etc., etc.
.. In einem Vortrag, der von Dr. Norbert Becker gehalten würde, würden wir viele interessante Dinge erfahren, manches davon haben wir von ihm zwar schon einmal gehört, aber zwischenzeitlich wieder vergessen – aber immer wieder kommt es uns sehr interessant vor, was er zu berichten hat ! Ja, was er zu berichten hat, fasziniert uns geradezu immer wieder:
Nur einige Beispiele seien genannt:
Sie alle wissen sicherlich:
- es gibt weltweit ~ 3.600 Stechmückenarten,
- davon kommen ~ 46 in Deutschland vor und
- mehr als 30 davon findet man auch am Kühkopf,
- mehr als 2/3 der bei uns auftretenden Stechmücken sind die typischen Rheinschnaken (aedes vexans) –
- aber auch die weitverbreiteten Hausschnaken (culex pipiens) machen uns manchmal „das Leben zur Hölle“,
- ja manche unserer Zeitgenossen züchten diese Plagegeister im Sommer geradezu in ihren Wassertonnen im Garten oder am Haus und wundern sich dann, wenn sie nachts in ihrem Schlafzimmer von ihnen heimgesucht werden – bekanntlich reicht schon ein Exemplar, um „die Nacht zum Tag“ zu machen, für manch einen ist dies dann gar „die Hölle“!
- Aber die Zeichen „moderner Zeiten“, in denen wir leben, machen auch vor Schnakenbekämpfern nicht halt – mehr und mehr werden im KABS-Gebiet auch Stechmücken „mit Migrationshintergrund“ festgestellt, wohl vom weltweiten „Klimawandel“ unterstützt:
- So wurde 2007 in Baden erstmals der „Asiatische Tigermoskito“ (aedes albopictus) als Import durch zurückreisende Italien-Touristen nachgewiesen.
- Ebenso ist im Bereich Südbadens der „Japanische Buschmoskito“ (Ochlerotatus j. japonicus) mitlerweile weit verbreitet (von Lörrach bis zum Bodensee und bis weit in den Schwarzwald hinein).
- Dies allein wären lediglich Feststellungen von allgemeinem oder wissenschaftlichem Wert, wenn nicht bekannt wäre, dass beide Stechmückenarten Überträger von gefährlichen Viruserkrankungen sein können. So ist der „Asiatische Tigermoskito“ (aedes albopictus) sehr wahrscheinlich für die Übertragung des im Mittelmeerraum wieder erneut auftretenden Dengue-Fiebers verantwortlich.
- Ein Blick in die Geschichte zeigt eine interessante Parallele:
Beim „Rheindurchstich Am Geyer“ wurde zur Begründung schon im ausgehenden 18. Jhd. / Anfang des 19. Jhd. das in den Rheinanliegergemeinden grassierende „Sumpffieber“ – eine durch Stechmücken übertragene Infektionskrankheit mit starken Fieberschüben - ( ? eine Unterart von Malaria ?) – angeführt, das man mit der Trockenlegung der „sumpfigen Auwiesen“ nachhaltig bekämpfen wollte !! – Nicht nur der Rheindurchstich durch den großherzoglich-hessischen Wasserbaumeister Dr. Claus Kröncke gelang 1829, auch die Trockenlegung der Rheinuferlandschaft gelang ( - so gut, dass man seit einem ½ Jahrhundert die Felder regelmäßig künstlich bewässern muß - ), auch die Ausrottung des „Sumpffiebers“ ist bis heute gelungen.
Zurück zu den heutigen Erkenntnissen der Forschung:
All diese eingangs dargelegten Erkenntnisse sind nicht nur von allgemeiner oder besonderer naturwissenschaftlicher Bedeutung, viel wichtiger erscheint mir, dass diese Erkenntnisse häufig aus Forschungsarbeiten stammen, die von KABS-Mitarbeitern und KABS-Wissenschaftlern erstellt und/oder begleitet wurden und u.a. von Dr. Norbert Becker initiert und wissenschaftlich betreut werden.
Die KABS hat zur Förderung dieser Arbeiten eigens eine Unter-Organisation ins Leben gerufen, die GfS – Gesellschaft zur Förderung der Schnakenbekämpfung - , die „Drittmittel“ und Fördergelder generiert, um damit relevante wissenschaftliche Projekte und wichtige Forschungsarbeiten im Zusammenhang mit der Stechmückenbekämpfung ( „mosquito-control“ ) zu finanzieren. Ergänzt wird dies durch eine intensive Kooperation und Verknüpfung mit der Uni Heidelberg, in der Dr. Norbert Becker seit vielen Jahren als Privatdozent Lehraufträge wahrnimmt und sich dort im vergangenen Jahr habilitiert hat, also allerhöchste wissenschaftliche Qualifikationen erworben hat.
An dieser Stelle sei mir gestattet, darauf hinzuweisen, dass nicht nur Norbert Beckers wissenschaftlicher Werdegang und Renomée mit der Uni Heidelberg verbunden ist, auch die Namen vieler bekannter Wissenschaftler und Forscher der Uni Heidelberg sind eng mit der segensreichen Entwicklung der Stechmückenbekämpfung verbunden:
Dr. Wolfgang Schnetter, Prof. Dr. Werner Ludwig ( Dir. Des Zoologischen Instituts ), Prof. Dr. Storch … - Nicht zu vergessen Yoel Margalit von der Ben-Gurion-Universität in Israel, der in der Negev-Wüste die toten Schnakenlarven fand, in denen schließlich der bacillus thuringensis israelensis ( Bti ) entdeckt wurde, der die Larven abgetötet hatte – und der heute die Basis der umweltverträglichen Stechmückenbekämpfung durch die KABS darstellt.
Die Erfolgsgeschichte der Schnakenbekämpfung am Rhein ist Ergebnis der Kooperation der Kommunen der KABS mit den Wissenschaftlern und Forschern hauptsächlich der Uni Heidelberg und der Verknüpfung von Theorie und Praxis unter Leitung von Dr. Norbert Becker auf dem heutigen „high-tech-Niveau“ in der Schnakenbekämpfung durch KABS und GfS.
Durch die angesprochenen Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Stechmückenbekämpfung, ist die KABS nicht nur damit befasst, satzungsgemäß Stechmückenplagen zu verhindern und damit die Lebensqualität der Menschen am Rhein zu verbessern und zu erhöhen, sie leistet auch mit den neuen wissenschaftlichen Ergebnissen immer wieder einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsvorsorge ! ! , dies wird allerdings in seiner öffentlichen Bedeutung häufig noch gar nicht richtig erkannt und gewürdigt !
In seiner Ansprache anlässlich der Festveranstaltung „100 Jahre Schnakenbekämpfung am Rhein – 35 Jahre KABS ..“ im Frühjahr 2011 wies daher zu Recht der Präsident der KABS, Dr. Paul Schädler, auf die zeitgeschichtliche Rolle und Bedeutung der KABS hin, indem er ausführte:
„.. die Schnakenbekämpfung am Rhein stellt den Beginn einer Epoche neuer Lebensqualität für die Menschen dar, die in den Städten und Gemeinden entlang dieses Flusses leben … „
Es wurde von mir schon mehrfach betont: mit all diesen Entwicklungen ist immer wieder ein Name stark verquickt, es ist dies der heute von uns zu Ehrende, Dr. Norbert Becker, der sich wie kein anderer durch sein berufliches und wissenschaftliches Wirken um die Lebensqualität der Menschen am Oberrhein verdient gemacht hat.
Er wird heute begleitet von seinen engen Mitarbeitern, von Herrn Dirk Reichle, Regionalleiter der KABS, und Herrn Klaus Hoffmann, Distriktleiter der KABS, beide zuständig für unser Gebiet.
Diese „Unterstützung“ verdeutlicht auch, dass viele Leistungen, wie z.B. die Bekämpfung einer Schnakenplage, eine komplexe Leistung von vielen Faktoren und Akteuren darstellt. - Einer allein ist hierbei nahezu nichts, nur die abgestimmte, koordinierte Komplexleistung vieler, erzielt nachhaltige Erfolge, wie sie die KABS vorzeigen kann !!
Wenn wir heute Herr Dr. Norbert Becker mit der „Stockstädter Münze“ ehren, - der diese wahrlich persönlich verdient hat - gilt diese Ehrung symbolisch zugleich auch den vielen Aktiven, den Mitarbeitern und Helfern der KABS.
Noch in den 80 er Jahren gab es keinen Sommer, in dem „die Schnaken“ nicht irgendwann das beherrschende Gesprächsthema des Sommers waren in unserer Riedgemeinde. Immer wieder kamen Rundfunk- und Zeitungsreporter oder gar Fernsehleute … - .. und verließen nach kurzem Aufenthalt fluchtartig wieder unsere Gemeinde. Jeder Einzelne spürte am eigenen Körper, was es heißt einer Schnakenplage ausgesetzt zu sein – und dies 24 h am Tag, rund um die Uhr !!
- So ändern sich die Zeiten …!!
- Heute müssen wir uns intensiv erinnern, wann die letzte Schnakeninvasion unsere Riedgemeinde heimgesucht hat - und dies verdanken wir auch der unermüdlichen Arbeit der KABS und vor allem von Dr. Norbert Becker.
Meine sehr verehrten Damen und Herren,
ich will Ihnen heute auch nicht verschweigen, dass Norbert Becker Dank seines wissenschaftlichen Renommées und seines starken beruflichen Engagements etliche wichtige international hochkarätige Funktionen ausübt, wie auch etliche bedeutsame Auszeichnungen und Ehrungen erhalten hat …
– Nur wenige Beispiele seien hier genannt:
- seit 2000 Executive Director der „European Mosquito Control Association (EMCA),
- seit 2009 Präsident der “World Mosquito Control Association (WMCA) mit Sitz in Corona, Kalifornien, USA,
- seit 1995 beratend für die Weltgesundheitsorganisation (WHO/TDR) tätig in Fragen der Stechmückenbekämpfung in Asien, Afrika und Süd-Amerika,
- 2001 Auszeichnung mit der „Escherich Medaille“ der Deutschen Gesellschaft für Entomologie für herausragende Leistungen im Bereich der angewandten Biologie,
- 2004 Überreichung des „Bundesverdienstkreuzes am Bande“ für Verdienste um das Gemeinwohl im Rahmen der biologischen Stechmückenbekämpfung (auf Vorschlag der Gemeinde Stockstadt am Rhein),
- 2010 Meritorious Service Award of the American Mosquito Control Association (AMCA),
- …
- mehr als 100 Publikationen über die Biologie der Stechmücken und ihre Bekämpfung,
- …
Und heute, quasi „als Krönung“, die Verleihung der „Stockstädter Münze“ ..
Lieber Norbert Becker, wir sind heute in Stockstadt stolz, Dir für Deine Verdienste um die Lebensqualität im Ried die „Stockstädter Münze“ verleihen zu dürfen !!
Und wir sind auch stolz, lieber Norbert, dass Du uns auch heute „die Gunn oah duhst“ diese Auszeichnung anzunehmen !!
Meine sehr verehrten Damen und Herren, zollen Sie mit mir Anerkennung, Lob und Beifall für Dr. Norbert Becker !
Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit !
Verleihung der Stockstädter Münze an Siegfried Hahn
  Bild von Harald von Haza-Radlitz
Laudatio von Hermann Zissel auf Siegfried Hahn:
Meine sehr geehrte Damen und Herren,
ich darf heute für einen sehr guten Sportfreund und Parteifreund die Laudatio halten, der aber davon noch keine Ahnung hat.
Auf dem Grenzgang der SPD am 28. Dezember 2011 hat mich unser erster Vorsitzender Reiner Kiesel informiert, dass ein mir sehr gut bekannter Sport- und Parteifreund mit der Stockstädter Münze ausgezeichnet werden soll und ob ich die Laudatio halten wolle.
Spontan habe ich Ja gesagt, weil auch ich der Überzeugung bin, dass diese Persönlichkeit diese Auszeichnung verdient hat.
Meine Damen und Herren, der heute mit der Stockstädter Münze Auszuzeichnende, ist der uns allen bekannte „Siegfried Hahn“.
In einem Kalender mit dem Titel „Magische Momente“ steht unter dem heutigen Datum 15. Januar 2012: „Wer keine Visionen hat, vermag weder große Hoffnungen zu erfüllen, noch große Vorhaben zu verwirklichen.“
Ich finde, dieser Spruch trifft genau auf Dich zu. Du hattest Visionen und Hoffnungen und hast sie, Deine Vorhaben und Ideen, verwirklicht.
Doch der Reihe nach.
Lieb er Siegfried, wir kennen uns schon seit mehr als 60 Jahren und haben in dieser Zeit sowohl sportlich und politisch als auch privat viele gemeinsame erfolgreiche Stationen durchlebt.
Zunächst zu Deinem Lebenslauf:
- Lieber Siggi, Du bist am 1. Januar 1940 in Böhmisch-Wiesental geboren und kamst nach dem Ende des 2. Weltkrieges mit Deiner Mutter nach Stockstadt.
- Von 1946 bis 1951 hast Du die Grund- und Hauptschule in Stockstadt und von 1951 bis 1955 das Realgymnasium in Gernsheim besucht.
- Dann kam von 1955 bis 1958 Deine Ausbildung zum Werkzeugmacher mit bestandener Gesellenprüfung bei der Firma Nold in Stockstadt.
- Du hast Dich weitergebildet und 1960 eine Ausleseprüfung bei der Ingenieurschule in Darmstadt bestanden.
- Im Jahre 1967 hast Du die Prüfung zum Werkzeugmachermeister erfolgreich abgelegt, und gleichzeitig bis 1969 die REFA Grundlehrgänge 1 und 2 besucht und bestanden.
- In der Zwischenzeit hast Du am 13. Dezember 1963 Deine liebe Frau Christa geheiratet. Du bist stolzer Vater von zwei Söhnen, die sowohl sportlich wie auch beruflich in Deine Fußstapfen getreten sind.
Nun zu Deinen sportlichen Aktivitäten:
- Seit 1950 bis etwa 2005 hast Du Deinen so geliebten Fußball gespielt.
- Von der Schülermannschaft, ab 10 Jahre, bis zur Sondermannschaft hast Du viele Pokalturniere und Meisterschaften erkämpft.
- Mitglied in der SKG bist Du erst seit 1955 – ab diesem Jahr musste Mitgliedsbeitrag gezahlt werden – obwohl Du schon seit 1950 in der damaligen Schülermannschaft gespielt hast.
Aber in der SKG warst Du nicht nur als Spieler aktiv. Nein! Du hast in diesem, Deinem Verein, SKG, auch Verantwortung im Vorstand der Abteilung Fußball und im damaligen Hauptvorstand übernommen:
- Von März 1969 bis Ende 1987 hast Du in der Abteilung Fußball Tätigkeiten als Jugendleiter, Beisitzer, Mitglied und 2. Vorsitzender im Spielausschuss und 2. Vorsitzender der Abteilung wahrgenommen.
- Auch im damaligen Hauptvorstand der SKG Stockstadt hast Du von 1987 bis 1991 das Amt des 2. Vorsitzenden ausgefüllt.
Darüber hinaus hast Du auch im Kreisfußballausschuss und im Jugendbereich Verantwortung
- als Klassenleiter für A- und B-Jugend von 1989 bis 1994 und als stellvertretender Jugendwart übernommen.
- Und von 1995 bis 2000 hast Du das Amt des Kreisjugendwartes bekleidet.
Lieber Siegfried, Dein ehemaliger Kreisfußballwart, Herr Müller aus Leeheim, bescheinigt mir folgendes Lob für Dich: „Siegfried Hahn war ein sehr angenehmer Mitarbeiter im Kreisfußballausschuss und er hat sich im Jugendbereich große Verdienste erworben. Zu den Vereinen unseres Kreises hatte er einen sehr guten Kontakt.“
Natürlich hat der Hessische Fußballverband einen so aktiven Sympathieträger auch entsprechend geehrt:
Du wurdest von 1982 bis 2000 ausgezeichnet
- mit dem Ehrenberief,
- mit der Ehrennadel in Bronze,
- mit der Ehrennadel in Silber, und
- mit der großen Verbandsehrennadel.
- Und am 6. März 1986 wurdest Du mit dem Ehrenberief des Landes Hessen ausgezeichnet.
Zurück zur SKG:
- 1991 wurde Siegfried Hahn zum 1. Vorsitzenden des Gesamtvereins der SKG gewählt. Er war der Vorsitzende des Hauptvorstandes, in dem alle Abteilungen gleichberechtigt vertreten waren.
- Als 1. Vorsitzender hat er bis 2005 maßgeblich zum Erhalt und zur Erweiterung der sportlichen Aufgaben beigetragen.
- In dieser Zeit wurden große Bauprojekte verwirklicht: Es wurde 1996 hinter der Altrheinhalle die SKG-Geschäftsstelle errichtet. Von 2001 bis 2002 wurden vier neue Kegelbahnen gebaut. Und von 2003 bis 2004 wurde der Neubau des Sporttreffs (Gaststätte mit großem Übungsraum) errichtet. Auch der Umbau der alten Kegelbahn zum heuten Kulturraum – in dem wir uns heute befinden – wurde Dank Siegfried Hahns guter Zusammenarbeit mit der Gemeinde und anderen Vereinen realisiert.
Deine Visionen hast Du verwirklichen können. Aber nur deshalb, weil Deine mit Menschen umgehende Befähigung:
- zu begeistern, zu führen,
- zur Umsetzung von Aufgaben jeglicher Art sowohl im sportlichen wie auch im politischen Bereich
Deine Stärken sind.
2005 hast Du das Amt des SKG-Vorsitzenden abgegeben. Und prompt hat Dich Deine SKG zum Ehrenvorsitzenden gemacht.
Aber, lieber Siegfried, Du hast Dich auch politisch engagiert:
- Du bist am 1. Oktober 1996 Mitglied des SPD-Ortsvereins in Stockstadt geworden.
Du hast am Anfang Deiner Mitgliedschaft zu mir gesagt: Die Stockstädter SPD hat so viel für unsere Gemeinde, für den Sport und die SKG getan, das s ich mich verpflichtet fühlte, hier etwas zurückzugeben, indem ich mich auch aktiv für die Zeile der SPD einsetzen will.
Auch hier hast du schnell Aufgaben übernommen:
- Von April 1997 bis März 2001 warst Du Mitglied in der Gemeindevertretung und gleichzeitig Vorsitzender des Sport- und Kulturausschusses.
- Und von April 2001 bis Ende März 2006 warst Du erster Beigeordneter und somit auch Vertreter des Bürgermeisters.
- Als Gemeindevertreter für die SPD bist Du seit April 2006 bis heute im Parlament aktiv und hier Mitglied des Haupt-und Finanzausschusses.
Auch für Führungsaufgaben im Parteivorstand hast du Dich zur Verfügung gestellt.
- So warst Du von 2003 bis 2007 erster Vorsitzender der Stockstädter SPD und von 2007 bis heute Vorstandsmitglied.
Die Partei hat Dir als absoluten Sympathieträger viel zu verdanken, aber das weiß sie auch.
Und dann war am Mittwoch, dem 12. Oktober 2011, vor gut 3 Monaten, für unseren Siegfried Hahn ein ganz besonderer Tag. Es gab eine große Auszeichnung!
- Der Regierungspräsident von Darmstadt, Herr Johannes Baron, hat unseren „Siggi“ für sein über mehrere Jahrzehnte sich erstreckendes bürgerschaftliches Engagement mit dem „Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland“ gewürdigt.
Lieber Siggi, wir gratulieren Dir noch einmal ganz herzlich zu dieser Auszeichnung und sind stolz, sagen zu können: „Du bist einer von uns.“
Ich glaube aber auch sagen zu können, einen Teil der Auszeichnung gebührt Diner lieben Frau Christa.
Und heute, lieber Siegfried, will Dich Dein SPD-Ortsverein mit der Verleihung der Stockstädter Münze auszeichnen.
Ich bin mir sicher, Du wirst die Liste derer, die mit der Stockstädter Münze bereits ausgezeichnet worden sind, bereichern.
Sei bitte so gut und komme nach vorn, damit unser 1. Vorsitzender Reiner Kiesel Dir die Stockstädter Münze überreichen kann.
Von mir vorab herzliche Gratulation, Du bist ein würdiger Träger dieser Auszeichnung.
Ich danke für Eure Aufmerksamkeit.
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Grenzgang am 28. Dezember 2011 [28.12.2011] |
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Am Stockstädter Markplatz begrüßte der Vorsitzende der Stockstädter SPD Reiner Kiesel die 40 „Grenzgänger“. Hier informierte er über die Alternativen Rathausneubau oder Sanierung und erläuterte den Planungsstand des Kindergarten-Neubaus. Zwei der Container auf dem Marktplatz dienen zur Zeit als Ausweichquartier, da die Kapazität im Gemeindekindergarten nicht mehr ausreicht.
    
Ab 2016 werden auf der Bahnstrecke neue Züge fahren. Spätestens zu diesem Zeitpunkt, so erklärte Kiesel, müssen die Bahnsteige neu gestaltet und erhöht werden. Das Bahngebäude selbst steht seit kurzem leer. Was mit dem Gebäude geschehen soll, ist nicht bekannt.
  
Im Odenwaldring hat sich einiges verändert. Die Fa. Drekopf hatte kürzlich zwei große Lagerhallen für Altpapier erstellt. Und auf der anderen Seite hat eine Arbeitsgemeinschaft von zwei Unternehmen den größeren Teil des dort lagernden Bauschutts weiter verarbeitet und als Auffüllmaterial verkauft. Die Zukunft dieses Geländes ist noch nicht geklärt.
 
Weiter ging es über die neue Privatstraße der Firma Kiesel im Gewerbegebiet Ost, wo sich die zurzeit größte Baustelle Stockstadts befindet. Diese Firma errichtet hier ein großes Logistikzentrum für ihre Baumaschinen mit Werkstätten, Schulungszentrum und Trainingsgelände. Ab Sommer 2012 soll von hier aus die Auslieferung der Baumaschinen und der Ersatzteile erfolgen.
   
Bei einem Zwischenstopp an der Feuerwehr freuten sich die Teilnehmer über heiße Getränke und Schmalzbrote, die Lutz Wenner und Ulrich Selle vorbereitet hatten.
   
Weiter ging es entlang des Damms zur Schlussrast bei dem Stockstädter Kaninchenzuchtverein, wo von den Mitgliedern ein deftiges Chilli con Carne angeboten wurde.
   
Hier finden Sie den Presseartikel im Ried-Echo vom 31. Dezember 2011: http://www.echo-online.de/region/gross-gerau/stockstadt/Fuer-Maerkte-noch-kein-Kompromiss-in-Sicht;art1260,2486483
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Nikolausfahrt am 9. Dezember 2011 [09.12.2011] |
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Unsere traditionelle Nikolausfahrt führte die Stockstädter Seniorinnen und Senioren in diesem Jahr zum Weihnachtsmarkt nach Koblenz.
   
Dort konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach einer Stärkung nicht nur mit einem Glühwein oder Feuerzangenbowle aufwärmen, sondern fanden auch gleich an einem der vielen Stände das passende Weihnachtsgeschenk für ihre Lieben.
                          
Zum Abschluss ging es ins Gasthaus „Zum Taunusblick“ in Wiesbaden zum gemeinsamen Abendessen im weihnachtlich geschmückten Saal und gegen 23:00 h stiegen alle wohlbehalten und gutgelaunt nach einem schönen Tag in Stockstadt wieder aus dem Bus.
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SPD Stockstadt spendet für das neue Jugendhaus-Domizil [05.11.2011] |
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Die Wiedereröffnung des Jugendhauses in Stockstadt nutzten einige SPD-Vorstandsmitglieder zum Besuch der neuen Räume im Pavillon am Marktplatz. Der Vorsitzende Reiner Kiesel wünschte den Jugendhaus-Besuchern und ihrem Chef Volker Becker, dass das neue Gebäude genauso gut angenommen wird wie der alte Treff im Schulhaus und dass die jungen Besucher sich hier wohlfühlen.
Zur Erfüllung weiterer Wünsche überbrachte Reiner Kiesel eine Geldspende von SPD-Mitgliedern in Höhe von 300,- Euro.
Hier der Presseartikel in der Ried-Info zur Eröffnung des neuen Jugendhauses: http://www.echo-online.de/region/gross-gerau/stockstadt/Noch-ist-nicht-alles-fix-und-fertig;art1260,2336952
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Quetschekucheesse [21.09.2011] |
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Der Spätsommer ist Quetschekuche-Zeit. Und genau am vorletzten Sommertag hatte der SPD-Ortsverein Stockstadt am Rhein die Seniorinnen und Senioren der Altrheingemeinde eingeladen, um sie mit Kaffee und Kuchen zu bewirten.
Rund 60 Personen waren der Einladung gefolgt und ließen sich den ausgezeichneten Quetschekuche der Bäckerei Burk schmecken.
 
Aber auch der Humor kam bei der Veranstaltung nicht zu kurz. Wie schon seit vielen Jahren üblich, wurden Geschichten und Gedichte zum Lachen und Schmunzeln erzählt. So berichtete Ulrich Selle von einem 3-Personen-Stammtisch, der zunächst über Politik diskutiert und wo zu späterer Stunde die Argumente dann handgreiflich ausgetauscht wurden. Auch einige Kurzgeschichten verführten die Zuhörer zum Lachen und Applaus.
Reiner Kiesel trug von dem kürzlich verstorbenen Loriot einige skurrile Kochrezepte vor –“man nehme 3 Elefanten und 2000 l Wasser” – und las den Brief eines Kunden an seinen Stromlieferanten vor, in dem dieser vorrechnete, dass er durch den Kauf verschiedener stromsparender Elektrogeräte so viel Strom einspart, den er gerne dem E-Werk verkaufen möchte.
Es war ein gelungener Nachmittag, der allen viel Vergnügen bereitete.
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Kalte Getränke für durstige Kehlen - Getränkeausschank beim Kerweumzug [11.09.2011] |
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Auch in diesem Jahr konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kerwe-Umzugs wieder über die von Mitgliedern des SPD-Ortsvereins verteilten Getränke freuen.
                   
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Kommen die Ölbohrer wieder? [07.09.2011] |
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Viele ältere Stockstädterinnen und Stockstädter können sich noch an die vielen Tag und Nacht laufenden Ölpumpen entlang der „Eelschossee“ erinnern. Heute kann man nur noch eine Pumpe als Industriedenkmal auf dem Kühkopf finden, die an diese Zeit erinnert.
Inzwischen gibt es jedoch Überlegungen, ob es bei uns doch noch Ölvorkommen gibt und sich eine Förderung wieder lohnen würde.
Um darüber zu informieren, hatten wir die Herren Dr. Soano und Vero von der Firma Rhein-Petroleum eingeladen. Viele Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, viele Fragen an die Fachleute zu richten und es ergab sich nach dem Bericht eine lebhafte Diskussion. Den Artikel aus dem Ried-Echo finden Sie hier: http://www.echo-online.de/region/gross-gerau/stockstadt/Offen-ist-ob-und-wo-etwas-zu-foerdern-ist;art1260,2267964
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Gut besuchter Flohmarkt [02.07.2011] |
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Bei schönem Wetter zog es viele Besucher in diesem Jahr besonders zur Mittagszeit zum Flohmarkt des SPD-Ortsvereins Stockstadt am Rhein, der traditionell auf dem Parkplatz der Altrheinhalle stattfand. Nach dem Stöbern an den Verkaufsständen konnten sich die Besucher mit einem kalten Getränk und Steaks und Würstchen stärken und als Nachtisch noch einen Kaffee und Kuchen genießen, das vom SPD-Team an ihren Essensständen angeboten wurde. Der Erlös wird wie immer für die Nikolausfahrt im Dezember verwendet.
   
Diese vier Bilder wurden von Harald von Haza-Radlitz erstellt
        
Hier finden Sie den Artikel im Ried-Echo am 5. Juli 2011: http://www.echo-online.de/region/gross-gerau/stockstadt/Luftballonkunst-fuer-Kinder;art1260,1973595
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Jahreshauptversammlung am 20. Juni 2011 [20.06.2011] |
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In der Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins Stockstadt am Rhein fand nach den Jahresberichten der Fraktion und Partei (Reiner Kiesel), des Rechners (Rolf Stübing) und aus dem Kreistag (Ulrich Selle) turnusgemäß die Wahl eines neuen Vorstandes statt. Als ersten Vorsitzenden wurde einstimmig Reiner Kiesel von der Versammlung wiedergewählt. Ihm zur Seite als Stellvertreter stehen Roland Engraf und Heike Amatruda, die auch gleichzeitig wieder zur Geschäftsführerin ernannt wurde. Zum Nachfolger von Rolf Stübing als neuen Rechner des Vereins wurde Gernot Behm bestimmt, der gemeinsam mit David Henninger als sein Stellvertreter zukünftig die Kasse führen wird. Zu Schriftführerinnen wurden Daniela Schnitzer und Maike Spallek ernannt. Als Beisitzer wurden Siegfried Hahn, Peter Kartsch, Siegfried Maul, Klaus Mölbert, Christa Schröder, Ulrich Selle, Rolf Stübing und Lutz Wenner in den Parteivorstand gewählt.
Die Aufgabe der Rechnungsprüfer übernahmen Manfred Pehle, Lisa Rothberg und Karl-Heinz Spallek.
Für ihre 10jährige Mitgliedschaft in der SPD wurden Peter Kartsch und Willi Nösinger von Reiner Kiesel geehrt. Die langjährigen Mitglieder Jürgen Beeres (10 Jahre), Sedat Cakir und Ralf Henninger (25 Jahre), Ludwig Zeissler und Brigitte Line (40 Jahre) sowie Erhard Monien (50 Jahre) konnten leider nicht an der Versammlung teilnehmen und wurden daher in Abwesenheit geehrt.
Manfred Pehle und Lisa Rothberg sind aus dem Stockstädter Gemeindeparlament ausgeschieden und wurden für ihr Engagement in der letzten Legislaturperiode geehrt. Genauso wie Rudi Wachtel und Jürgen Beeres, die leider nicht an der Versammlung teilnehmen konnten.
Bericht des Partei- und Fraktionsvorsitzenden Reiner Kiesel anlässlich der Jahreshauptversammlung am 20.06.2011:
Liebe Genossinnen und Genossen,
als Partei-und Fraktionsvorsitzender gebe ich Euch einen kurzen Bericht über unsere Arbeit des abgelaufenen Jahres.
Das letzte Jahr war sehr arbeitsintensiv und hauptsächlich geprägt durch den Kommunal-Wahlkampf, der mit der Wahl am 27.03.2011 abschloss. Wir erzielten 45,4% der Wählerstimmen mit einem leichten Plus von 0,2%. Die CDU erreichte 36,2% und verlor 5,2% und die Grünen profitierten von dem bundesweiten positiven Trend und erreichten 18,3% mit einem Plus von 5%. Wir erhielten 11 Sitze in der Gemeindevertretung, CDU 9 und Grüne 5 Sitze.
Nach einem Gespräch mit der CDU stand für uns fest, dass eine Zusammenarbeit zur Zeit nicht gewollt ist. Die Betonköpfe in der CDU haben sich wieder durchgesetzt und sind eine gemeinsame Listenverbindung zur Besetzung der Positionen mit den Grünen eingegangen und haben alle Posten im Parlament unter sich aufgeteilt. Man darf ja dem Feind SPD nicht den Rang einräumen, der ihm nach dem Wahlergebnis gebührt. Diese Einigkeit bezieht sich aber nicht auf Sachfragen, hier sind Schwarz/Grün meist sehr weit auseinander.
Wir haben, auch nach Rückmeldungen aus unserer Bevölkerung, einen sachorientierten und informativen Wahlkampf geführt. Ein Highlight war sicherlich wieder unser Schtockschter Geschwätz, das uns viel Lob eingebracht hat. Vielen Dank dem Redaktionsteam. Auch unser Wahlkampfflyer war sachlich gestaltet, wir haben eine gute Themenauswahl getroffen und haben unsere Kandidatinnen und Kandidaten mit Bild vorgestellt.
Erfreulich war, dass alle neuen Kandidaten in die Gemeindevertretung gewählt wurden, Maike Spallek erzielte das zweitbeste Stimmenergebnis nach Siegfried Hahn, der von den Wählern auf Platz 1 vorgewählt wurde.
Wir veranstalteten einige Vorträge, z.B. zur Gesundheitsreform und zur Situation unseres Kreises. Bei unserem Grenzgang haben wir an den besuchten Orten gezeigt, welche Leistungen sozialdemokratische Politik mit ihren Bürgermeistern in und für Stockstadt erbracht wurden bzw. die Grundlagen gelegt wurden.
Weitere Veranstaltungen, die ausschließlich alle gut besucht waren, waren unser Sommerfest, das Quetschekucheesse für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger, das Herbstfest, die Nikolausfahrt zum Weihnachtsmarkt Wiesbaden und die Verleihung der Stockstädter Münze an verdiente Bürgerinnen und Bürger.
Die Mitgliederzahl ist mit 110 konstant geblieben, erfreulich ist der Eintritt von 5 neuen, teilweise recht jungen Mitgliedern.
In der Parlamentsarbeit zeigt es sich, dass sich CDU und Grüne nicht immer grün sind, der Bürgermeister kann sich bei seinen eigenen Leuten nicht durchsetzen, ist sehr schwach und oft sehr ahnungslos.
Wir haben einige Anträge eingebracht, die auch angenommen wurden, so z.B. die Wiedereinführung der direkten Busverbindung nach Groß Gerau. Im Gewerbegebiet Ost ist die Ansiedlung der Fa. Kiesel perfekt, gegen den Widerstand der Grünen.
Ein Trauerspiel war die Renovierung der Vorderstraße: wochenlange Baustelle, anliegende Geschäfte hatten erhebliche Umsatzeinbußen, die Anlieger der Umleitungsstrecke wurden wochenlang genervt und bei jeder Gemeindevertretersitzung musste der Bürgermeister bauliche Nachbesserungen beim Kanal- und Straßenbau erklären, die Kosten stiegen mit jeder Sitzung und bis heute ist noch keine Schlussrechnung bekannt.
Bei der Neuen Mitte fehlen der Gemeinde durch die Nichtverpachtung bis heute € 17.333,- an Pachteinnahmen, zusätzlich kommen noch weitere Kosten wie Versicherungen, Heizung, Strom usw., so dass ein finanzieller Schaden bis heute von ca. 25.000,- - € 30.000,- entstanden ist. Auch wurde jetzt bekannt, dass bei einem Verkauf Fördergelder zurückgezahlt werden müssen, wie von uns von Anfang an behauptet. Deshalb unsere Forderung: Sofortige Wiederverpachtung, eine Forderung, die auch viele Stockstädter und Auswärtige teilen.
Der Gemeindekindergarten, der ursprünglich saniert werden sollte, entsteht jetzt auf Vorschlag der SPD im Parco Villa Lagarina neu – bei uns in der Fraktion war dies nicht unumstritten.
Es gäbe noch vieles zu berichten: Beim Zusammenstellen meines Berichtes ist mir wieder bewusst geworden, wie hilflos und unprofessionell CDU und Bürgermeister handeln, einziges Ziel: ja keine Leistung der SPD anerkennen.
Wir werden weiter sachlich arbeiten und realistische Vorschläge einbringen. Aber wir werden auch verbal und mit Polemik draufschlagen wenn es sein muss.
Ich bedanke mich bei allen, die uns unterstützt haben, dem Wahlkampfteam, der Info-Stand-Besatzung, den Austrägern: Ohne Euch wäre das alles nicht leistbar.
Vielen Dank.
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Preisverleihung - Auflösung des Rätsels im 'Schtockschter Geschwätz' [26.03.2011] |
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Mit einem Essensgutschein wurde am vergangenen Samstag am Info-Stand der SPD-Stockstadt Frau Patricia Bodem (Bildmitte) für den Gewinn bei der Preisverlosung überrascht. Frau Bodem hatte das im "Schtockschter Geschätz" abgebildete Suchfoto als einen Teil der Bahnhofsfassade in Stockstadt erkannt und wurde als Siegerin aus der Lostrommel gezogen. Überreicht wurde der Gutschein vom 1. Vorsitzenden der Stockstädter SPD Reiner Kiesel (links). Heike Amatruda, Geschäftsführerin der SPD gratulierte ebenfalls.
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Verleihung der Stockstädter Münze am 20. März 2011 [20.03.2011] |
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Traditionell überreicht der SPD-Ortsverein Stockstadt am Rhein einmal im Jahr die Stockstädter Münze an Personen oder Vereinigungen für besondere Verdienste im Ehrenamt. In diesem Jahr wurde die Münze an Stockstädter Bürgerinnen und Bürger für besondere Verdienste im familiären, sozialen, karitativen und heimatkundlichen Bereich verliehen.
Ohne diese "Arbeit im Stillen", wie der erste Vorsitzende Reiner Kiesel betonte, wäre ein reges Vereinsleben nicht möglich. Auch in den Grußworten des Stockstädter Bürgermeister Thomas Raschel und des Landrats des Kreises Groß-Gerau Thomas Will wurde die hohe Bedeutung des Ehrenamtes für die Gemeinschaft hervorgehoben.
Den Artikel im Ried Echo vom 23. März finden Sie hier: http://spd-stockstadt.de/presse.php#154
Hier die Reden der Laudatoren:
Familie Ameruoso wurde die Stockstädter Münze für ihre Verdienste im familiären Bereich überreicht.
Laudator Siegfried Hahn:
Eine zufriedene Familie mit normalem Tagesablauf ,Vater Luccio und Mutter Rosi im Berufsleben , Tochter Sabrina ( 12 Jahre )in der Schule und Sohn Timo vor der mittleren Reife in der IGS Goddelau .Mit der Oma in der Hausgemeinschaft verlief das Leben angenehm in der solidarischen Familiengemeinschaft !
Sohn Timo frönte seinem großen Hobby , der Reiterei , bei der sich schon sehr früh erfreuliche Erfolge ergaben . Die Beteiligung an der Deutschen Meisterschaft im Vierkampf , als Mitglied der Hess. Mannschaft , war bis dahin der schönste Erfolg !
Bis zum 19.5.95 , dem Schicksalstag von Timo !
Mit seinem Roller besuchte er einen Freund im benachbarten Goddelau , lernte ein Mädchen kennen .
Mit dieser neuen Freundin startete Timo zu einer kurzen Probefahrt mit dem Motorroller . Um seiner Bekannten zu imponieren fuhr er schneller als gut war !
Bei der Abfahrt von einer Brücke verlor er die Kontrolle über das Fahrzeug,
rutschte über die Fahrbahn , traf auf einen Begrenzungspfosten , konnte sich nicht mehr bewegen !
Glücklicher weise blieb das Mädchen unverletzt .
Im Krankenhaus die erschütternde Diagnose – querschnittsgelähmt - !!
Nach sieben Monaten Krankenhaus wurde Timo nach Hause entlassen .
Mit dem Unfalltag begann ein neues Leben für Timo , aber auch für die restliche Familie !
Rollstuhlgerechte Einrichtungen , wie Wohnung und behindertengerechte Zufahrten mussten geschaffen werden .
In kürzester Zeit wurden die Umbaumaßnahmen von den Eltern gestemmt .
Mit Unterstützung von 6 Arbeitskameraden von Vater Luccio wurde die
notwendige Investition ausgeführt !
Lange Besuchsfahrten zum Frankfurter Krankenhaus von Mutter und Vater
ließen die Tageszeit schmelzen .
Dazu natürlich die tägliche Arbeit in den Firmen !
Glücklicherweise kümmerte sich die Großmutter Kätha um ihr Enkelkind Sabrina .
Zusätzlich mussten auch die Pferde versorgt werden . Um Timo sein Hobbyweiter zu ermöglichen wurde von Luccio Ameruoso ein überdachter Führring gebaut !
Aufopfernd kümmerten sich die Angehörigen um Timo ,externe Unterstützung und Hilfe war selten !
In dieser Zeit bestand Timo sein Fachabitur !
Doch es wurde noch heftiger !
Timo setzte sich schon bald wieder auf den Pferderücken , alles schien sich gut zu entwickeln . Alle sprachen von einer guten Therapie zur Überwindung seiner Behinderung .
Doch es kam schlimmer !
Während die Eltern zu einem Kurzurlaub in Italien weilten , kam es zu einem
weiteren Unfall .
28.7.99
Bei einem Ausritt kam es zu Problemen . Timo hatte anscheinend seine Kräfte überschätzt, verlor beim Galoppieren das Gleichgewicht und rutschte aus
dem Sattel .Timo wurde zum Stall zurückgebracht , verlor beim Transport
zum Krankenhaus das Bewusstsein .
Er lag 10 Tage im Koma , doch an seinem 21.ten Geburtstag wachte er auf !
Er lag daraufhin 4 Wochen im Krankenhaus , musste 3 Operationen über sich
ergehen lassen. Depressionen , Stimmungsschwankungen waren die Folge .
Trotzdem bestritt er eine Lehre als techn.Zeichner .
Unfallfolgen mussten noch 2011 im Krankenhaus behandelt werden .
Zu erwähnen , dass Timo als CAD – Zeichner , in Vollzeit beschäftigt tätig ist !
Sein Hobby – Reiten – hat ihm auch sehr geholfen , jedoch nicht mehr als Turnierreiter , sondern als Pferdepsychiater , mit Vorträgen und Schulungen anderer Reiter zum stressfreien Umgang mit ihren Pferden !
2006 Herausgabe eines Buches zum Miteinander von Pferd und Reiter , unter dem Titel „ Zweierlei Leben „ Untertitel „ Mein schmerzhafter Weg zur wahren
Erkenntnis „ !
Es ist kaum vorstellbar, welches Leid über ein Familie hereinbrechen kann ,
es ist aber überaus positiv wie eine Familie zusammenhält ,
dem Schicksal zum Trotz für ein ertragbares Leben steht , ihrem Sohn hilft , eigene Ansprüche zurückstellt und allein für lebenswerte Bedingungen sorgt !
Liebe Familie Ameruoso , liebe Rosi , lieber Luccio , ihr seid ein nachahmungswertes Beispiel für die Hilfe am Nächsten !
Ihr habt es verstanden, trotz gelegentlicher Missstimmungen und Verzagen ,
Eurem Sohn im Alltag zu helfen und seid seinen beschwerlichen Weg mitgegangen !
Zitat Timo : Bei allem was wir tun, ist die solide Basis in der Beziehung die Voraussetzung für die Arbeit.
Wir dürfen Ihnen , als Anerkennung für ihren nimmermüden Einsatz , zum Wohl ihres Sohnes, die „ Stockstädter Münze 2011 „ überreichen und Sie als leuchtendes Beispiel bezeichnen !!
Der Evangelischen Frauenhilfe Stockstadt wurde die Stockstädter Münze für ihre Verdienste im karitativen Bereich überreicht.
Laudatorin Heike Amatruda:
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Gäste,
im Januar dieses Jahres konnten sie als ältester Verein Stockstadts ihr 120jähriges Bestehen feiern. Ihr Leitwort lautet: „Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.“ Und danach haben sie ihr ganzes Tun in diesen vielen Jahren ausgerichtet und viel Gutes für die Stockstädter Bevölkerung bewirkt. Sie wissen sicher alle, von welchem Verein ich spreche: es ist die evangelische Frauenhilfe Stockstadt.
Die Gründung geht auf einen Aufruf der letzten deutschen Kaiserin Auguste Victoria, der Gemahlin von Kaiser Wilhelm II und Großnichte der britischen Königin Victoria aus dem Jahre 1891 zurück. In diesem Aufruf bat sie die Bevölkerung um Unterstützung für die Diakonissen. So folgte der damalige Ortspfarrer und Dekan Theodor Stamm diesem Aufruf und lud die Stockstädter Frauen an einem Sonntag in die Kirche ein. Und in dem Bericht des Pfarrers aus diesem Jahr steht folgendes geschrieben:
„Am Sonntag Septuagesimae waren die Frauen am Nachmittag meiner Einladung, in die Kirche zu kommen, in großer Anzahl gefolgt. Es handelte sich um die Gründung eines Frauenvereins, welcher sich die Pflege christlicher Liebestätigkeit zur Aufgabe stellte, dessen nächste Tätigkeit sich auf die Erreichung einer Kleinkinderschule beschränken sollte. Nachdem ich den Anwesenden Sinn, Zweck und Bedeutung des Vereins und seiner Aufgaben nahelegte, lud ich diejenigen, die beitreten wollten, ins Lokal der 1. hiesigen Schule ein. Dort wurden die Statuten vorgelegt, etwa 100 Frauen traten bei. Der evangelische Frauenverein war gegründet.“ Das war am 25. Januar 1891.
Und bis zum Monat August desselben Jahres waren durch den Verein bereits 460 Mark an freiwilligen Gaben für die Kleinkinderschule zusammengebracht worden. Heute würde man denken, naja 460 Mark sind nicht die Welt, aber für die damalige Zeite war das eine ganze Menge für einen Ort mit nur 1200 Einwohnern.
Ungefähr 1893 war dann das Ziel erreicht: die ersten Kinder in einer Kleinkinderschule, die neben der evangelischen Kirche lag, konnten von einer Diakonissin betreut werden, was für die Bäuerinnen und den in der Landwirtschaft tätigen Frauen eine große Hilfe war, da sie nun ihre Kinder in bester Obhut wussten. Und bis in die 60er Jahre des 20sten Jahrhunderts wurden hier die Kinder im christlichen Glauben erzogen, der zuletzt von einer freien Kindergärtnerin im kirchlichen Dienst geleitet wurde.
Doch der evangelische Frauenverein, wie er ja damals noch hieß und dann Mitte der 30er Jahre in Evangelische Frauenhilfe umbenannt wurde , hatte auch erkannt, dass eine Betreuung und Pflege der Kranken und Alten nötig ist und so wurden die Beiträge, die jährlich 1,20 Mark betrugen, und Spenden für dieses weitere große Ziel gespart. Der Verein hatte inzwischen 300 Mitglieder und als er fast 3.000,- Mark zusammen hatte, konnte endlich im Jahre 1907 Schwester Johanna Krüger aus Dresden eingestellt werden, was ein Segen für die Kranken, Alten und Siechen und betroffenen Familien war. Die Jahreskosten mussten damals zum größten Teil durch die Beiträge des Frauenvereins, der auch den Krankenpflegedienst selbst leitete, aufgebracht werden. Bis 1960 waren es Diakonissen, die diese aufopfernde und segensreiche Arbeit an kranken und alten Menschen taten. Da unsere Gemeinde aber stetig wuchs, und auch die Aufgaben, konnte dies nicht mehr von der evangelischen Frauenhilfe alleine geleistet werden - es wurde ein Vertrag mit der Bürgerlichen Gemeinde zur Finanzierung der Diakoniestation geschlossen wurde. Aber auch heute noch unterstützt die evangelische Frauenhilfe die Diakoniestation.
Doch haben wir dem Engagement der Frauen nicht nur die frühe Errichtung eines Kindergartens und der Diakoniestation in unserer Gemeinde zu verdanken, sondern sie haben sich natürlich auch immer selbst um die Hilfsbedürftigen in unserer Gemeinde gekümmert. So wurde bis zum ersten Weltkrieg von den Frauen Mehl, Zucker, Eier und sonstige Zutaten gesammelt, um den Kindern vor Weihnachten Plätzchen zu backen. Sie sorgten für Weihnachts- und Osterfeiern in der Kleinkinderschule und stickten Altardecken und Kanzelbehänge. Es wurde für Kranke und Arme gekocht und Wöchnerinnen betreut. Und bis heute besuchen sie jedes Jahr vor Weihnachten Kranke in unserer Gemeinde und bringen ihnen ein kleines Geschenk. Und natürlich gehört ein Teil der aktiven Frauen dem Besuchsdienst der evangelischen Kirchengemeinde an, der auch jährlich in der Adventszeit die älteren Gemeindeglieder besucht. Geburtstagsbesuche der Mitglieder zum 70sten und ab dem 75sten jährlich sind selbstverständlich. Und auch zur Goldenen Hochzeit wird ein Geschenk überreicht.
Die Welt hat sich geändert und auch die Arbeit der evangelischen Frauenhilfe hat sich geändert. Wurden früher Näh- und Flickkurse für Frauen und junge Mädchen angeboten und sogar zwei Nähmaschinen angeschafft, so würde heute dafür wahrscheinlich die Nachfrage fehlen.
Wie sich die Welt auch im kirchlichen Bereich geändert hat, macht der Weltgebetstag deutlich, der seit 1970 in Stockstadt einmal in der evangelischen Kirche und das andere Mal in der katholischen Kirche gefeiert wird. Und auch, dass viele katholische Frauen Mitglieder in der evangelischen Frauenhilfe sind.
Überhaupt sind es die persönlichen Kontakte in der Gemeinschaft und für die Gemeinschaft, die der evangelischen Frauenhilfe wichtig sind. So gibt es seit März 1980 den monatlichen Seniorennachmittag, der sich großer Beliebtheit erfreut. Und die aktiven Frauen treffen sich sogar wöchentlich, um sich mit ganz verschiedenen Themen zu befassen. Früher gab es auch noch den jährlichen Basar, der aber dann „mangels Nachfrage“ gestrichen wurde.
Der Kontakt zur ehemaligen Patengemeinde Großlohra in Thüringen ist zwar nicht mehr offiziell, aber private Beziehungen dorthin gibt es immer noch. Von Anfang der 50er Jahre bis zum Mauerfall wurden regelmäßig zur Adventszeit Pakete dorthin geschickt und selbst noch im Jahre 1990 konnte sich die dortige Bevölkerung darüber freuen. Eine besondere Freude war es auch, als in jenem Jahr erstmals auch der Pfarrer von Großlohra , seine Frau und andere Gemeindeglieder bei uns als Gäste begrüßt werden konnten.
Die Patenschaft mit Großlohra besteht zwar nicht mehr, aber dafür gibt es jetzt eine Annäherung mit der Gemeinde Stockstadt am Main, wo ein Treffen schon für dieses Jahr im Mai hier in Stockstadt anberaumt ist. Vielleicht entsteht ja hier eine ganz neue Freundschaft.
Liebe Gäste,
ich hoffe, ich habe jetzt nichts Wichtiges vergessen, konnte ich doch nicht alles erwähnen, was die Frauen in der evangelische Frauenhilfe für die Stockstädter Bürgerinnen und Bürger in all den Jahren geleistet haben. Aber ich denke, es zeigt, dass dies nur durch hohen persönlichen Einsatz und christliche Nächstenliebe möglich war und ist.
Seit 2004 leitet Frau Ottilie Kraus die evangelische Frauenhilfe. Und ich kann nur erahnen, wie viel Engagement hier notwendig ist. Alleine wenn ich mir den Terminplan für die wöchentlichen Treffen von Januar bis April diesen Jahres ansehe. Vor Frau Kraus hatte jemand anders den Vorsitz inne und zwar von 1968 bis 2004, also 36 Jahre und das war Frau Horlebein. Und ich freue mich besonders, Sie und Ihren Mann, unseren ehemaligen Pfarrer, heute hier begrüßen zu dürfen.
Damals wie heute sind die Frauen der evangelischen Frauenhilfe auf dem karitativem Gebiet tätig und ein wichtiges Glied der Kirchengemeinde und ohne sie wäre ein Hauptteil der Gemeindearbeit nicht denkbar und möglich.
Und deshalb möchten wir heute diesen Frauen die Stockstädter Medaille überreichen - für ihren Einsatz in der Gemeinschaft – für die Gemeinschaft.
Herzlichen Dank.
Herrn Joachim Muschert wurde die Stockstädter Münze für seine Verdienste im sozialen Bereich überreicht.
Laudator Reiner Kiesel:
Meine Damen und Herren, ich möchte Ihnen Herrn Joachim Muschert vorstellen und begründen, warum er mit der Stockstädter Münze geehrt wird.
Joachim Muschert wurde am 31.12.1920 in Rathenow an der Havel, geboren, wo er auch seine Kindheit und Jugend verbrachte. Nach der Mittleren Reife und einer Verwaltungslehre wurde er 1940 von der Stadtverwaltung Rathenow zum Stadtinspektor-Anwärter und 1943 zum Stadtinspektor ernannt.
Dazwischen lagen schwere Kriegsjahre. Ab April 1940 verbrachte er ein halbes Jahr im Arbeitsdienst in Frankreich. Im Dezember 1940 kam die Einberufung zur Wehrmacht. Mehrere Jahre war er in Russland im Einsatz und wurde zweimal schwer verwundet. Inzwischen war er Leutnant und wurde 1944 als Kompanieführer und Batallionsadjudant an die Westfront beordert. Von hier kam er im März 1945 in amerikanische Gefangenschaft, aus der er im Januar 1946 entlassen wurde.
Während des Krieges kam er als Trauzeuge seines Kriegsfreundes zum ersten Mal nach Stockstadt. wo er seine spätere Ehefrau Hildegard Henninger kennenlernte. Nach seiner Rückkehr aus Kriegsgefangenschaft fand er bei ihren Eltern Unterkunft, da er nicht mehr in seine von den Russen besetzte Heimat zurückkehren konnte. 1946 im September fand die Hochzeit statt.
Nach dem Krieg erhielt Joachim Muschert eine Anstellung beim Regierungspräsidenten. in Darmstadt im Referat Soziale Dienste, das später als Hauptfürsorgestelle beim Landeswohlfahrtsverband eingegliedert wurde. Nach vielen erfolgreichen Berufsjahren als Beamter war Herr Muschert von 1976 bis zu seinem Ruhestand 1985 Leiter dieser Behörde.
Vermutlich durch diese berufliche Tätigkeit beeinflusst, wurde er 1948 Mitglied des Sozialverbandes VdK in Stockstadt. Er war mit großem Engagement als Sozialberater in der Ortsgruppe und im Kreisverband des VdK tätig. Sein Haus stand stets für alle Kriegsopfer und Behinderte offen. Nach seiner Pensionierung wurde er zum Kreisvorsitzenden und später zum Bezirksvorsitzenden des VdK gewählt. Außerdem war er für einige Jahre im Geschäftsführenden Vorstand des Landesverbandes Hessen. Dafür erhielt er die höchste Auszeichnung des VdK Hessen und des VdK Deutschland sowie den Ehrenbrief des Landes Hessen.
Für seine vielseitige soziale Tätigkeit wurde er an seinem 70. Geburtstag vom Bundespräsidenten mit dem Verdienstorden am Band und einige Jahre später mit dem Verdienstorden erster Klasse ausgezeichnet. Heute ist Herr Muschert Ehrenmitglied der VdK-Ortsgruppe Stockstadt sowie VdK-Ehrenvorsitzender des Kreises und des Bezirks.
Neben seiner beruflichen Tätigkeit und seiner Arbeit für den VdK war Herr Muschert über 20 Jahre ehrenamtlicher Richter am Landessozialgericht. Und er hatte noch Zeit, nach seinem Eintritt in die SPD als Gemeindevertreter und Kreistagsabgeordneter aktiv zu sein.
Menschen wie ihm ist es zu verdanken, dass aus dem reinen Kriegsopferverband im Laufe der Jahre ein erfolgreicher und dynamischer Sozialverband wurde, der sich für benachteiligte Bürgerinnen und Bürger engagiert.
Neben seiner Familie und einem großen Freundeskreis und Reisen pflegte er noch lange Jahre ein weiteres Hobby. Den Sommer über verbrachte er mit seiner Ehefrau im Seniorenschwimmclub im Stockstädter Freibad, den er mitbegründet hatte. So blieb er dem Wassersport treu, denn er war bereits in seiner Jugendzeit aktiver und erfolgreicher Rennruderer, der z.B. Sieger bei den internationalen nacholympischen Regatten wurde.. Sein Ehrenamt und sein Sport haben Herrn Muschert bis heute geistig und körperlich fit gehalten.
Aufgrund dieser Leistungen für die Allgemeinheit sagen wir Danke!
Herrn Jörg Hartung wurde die Stockstädter Münze für seine Verdienste im heimatkundlichen Bereich überreicht.
Laudator Ulrich Selle:
Meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Gäste,
lieber Jörg Hartung, liebe Familie Hartung.
Jedes Jahr einmal verleiht der SPD-Ortsverein die Stockstädter Münze an eine Person oder eine Vereinigung, die sich in unserer Gemeinde durch ihr außergewöhnliches Engagement verdient gemacht hat.
Lieber Jörg Hartung, heute trifft es einen Menschen, der anfangs durch sein Hobby, das inzwischen zur Leidenschaft geworden ist, uns Mitbürgern viele Dinge, die ansonsten verborgen geblieben wären, ans Tageslicht brachte!
Jörg Hartung, der als echter Stockstädter Bub bezeichnet werden muss. Obwohl die Hartungs ursprünglich aus Goddelau stammen, kam es durch die Eheschließung mit den Urstockstädter Grünigs dazu, dass Jörg Hartung anfangs in der ältesten Bäckerei Stockstadts aufwuchs, nämlich in der heutigen Verkaufsstelle der Bäckerei Heldmann!
Jörg Hartung, der heute im Beschwerdemanagement für Großkunden der deutschen Telekom als Teamleiter und Referent tätig ist, was wahrlich sicher sehr spannend sein kann, hat seit früher Jugend viele Interessen. Er ist im Vorstand des Angelsportclubs 1929 eV, betreibt zu Hause ein großes Aquarium, er hat zudem eine abgeschlossene Ausbildung als Rettungssanitäter, also an sich schon vielfältige Tätigkeiten.
Aber seine wahre Passion und das fing schon mit 15 Lebensjahren an, ist die Geschichte seiner Heimatgemeinde Stockstadt am Rhein! Hier sind zwei besondere Anlaufstellen zu nennen: Das ist zum einen die hessische familiengeschichtliche Vereinigung, der er bereits seit 10 Jahren angehört und in der er drei Jahre als Nachfolger von Thomas Schell Leiter der Bezirksgruppe hessisches Ried war.Mit dem auch in diesem Zusammenhang erworbenen Wissen hat Jörg Hartung das Familienbuch Stockstadt am Rhein von 1643 – 1900 in langjähriger Arbeit geschaffen. Das hat nun zur Folge, dass selbst aus Nordamerika und Brasilien Anfragen von Nachfahren ehemaliger Auswanderer bei ihm eintreffen und auch schon zur Auffrischung alter Verwandschaftsverhältnisse geführt hat.
Ein weiteres Betätigungsfeld hat Jörg Hartung im Förderverein Hofgut Guntershausen gefunden, in dem er seit 2009 auch als Geschäftsführer
fungiert.
Um alle seine Veröffentlichungen zu erwähnen, um alle Ausstellungen, die er auf dem Hofgut in unermüdlicher Kleinarbeit erstellt hat, aufzuzählen, müsste diese Veranstaltung bis in den späten Nachmittag dauern!
Herausheben möchte ich hier die umfangreichen Recherchen und Informationen zum Thema Zeppelin und über die Geschichte der Regenten von Hessen Darmstadt bis zum letzten Großherzog Ernst Ludwig.
Damit nicht genug, haben wir ihm auch noch die Modelle des leider abgerissenen Herrschaftshauses und die Modelle des alten Stockstädter
Rathauses zu verdanken. Des weiteren hat Jörg Hartung viele Gegenstände aus dem Bereich des Hofgutes entdeckt, restauriert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Er hat den alten Gewölbekeller im Verwalterhaus im Alleingang hergerichtet und so gestaltet, dass er zukünftig für kleine Veranstaltungen genutzt werden kann. Und er hat den ganzen Sommer über, immer wenn es nötig war, den Innenhof des Hofgutes mit einer historisch anmutenden Mähmaschine gemäht.
Ein wichtiges Anliegen für die Zukunft ist ihm die Verlagerung des
Stockstädter Heimatmuseums in die Gebäude des Hofgutes.
Heute Nachmittag um 15.30 Uhr, wird im Verwalterhaus des Hofgutes die von ihm gestaltete Sonderausstellung zur Geschichte des Hofgutes Guntershausen eröffnet. Ich kann nur jedem raten, diese interessante
Präsentation zu besuchen!
Lieber Jörg Hartung, bei all diesen Tätigkeiten, für die Du ja auch schon viele Urlaubstage geopfert hast, gerade wenn es um die Zukunft des Hofgutes ging, oder um das Museum oder um Jugendarbeit mit Grundschulklassen oder um viele verschiedene Besuchergruppen, schaue ich auch auf Deine Familie. Nur dadurch, dass auch Deine Familie Deine Arbeit toleriert und hinter Dir steht, ist es überhaupt möglich eine solche Leistung zu vollbringen!
Dafür sei auch Ihnen herzlichen Dank gesagt.
Verehrte Gäste,
wenn man mit Jörg Hartung zusammen ist, lernt man immer was dazu!
Lieber Jörg, Du hast diese Auszeichnung wahrlich verdient!
Der SPD-Ortsverein dankt Dir für Dein engagiertes Wirken zum Wohle
unserer Gemeinde!
Vielen Dank
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Besichtigung des Seniorenzentrums Stockstadt am 18. März 2011 [18.03.2011] |
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 Die SPD-Fraktion der Gemeindevertretung Stockstadt am Rhein besichtigte am Freitag, dem 18. März 2011 das Seniorenzentrum Stockstadt in der Schillerstraße 20-24. Sie lud dazu auch interessierte Stockstädter Bürgerinnen und Bürger ein, die das Angebot gerne annahmen, um sich über die Arbeit im Seniorenheim zu informieren.
Hier finden Sie auch den Artikel aus dem Ried-Echo: http://spd-stockstadt.de/presse.php#155
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Sozialpolitik im Kreis Groß-Gerau [16.02.2011] |
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 Sozialpolitik im Kreis Groß-Gerau – So sparten Bund und Land bei Jung und Alt
Unter diesem Titel hatte der SPD-Ortsverein Stockstadt am Rhein den Landrat des Kreises Groß-Gerau Thomas Will im Februar eingeladen. Sein Vortrag umfasste die Themen Hartz IV, die Bildungsarbeit und Schulsanierung, Frauenhäuser, die Unterstützung von Wohlfahrtsverbänden und die Hospizarbeit. Über die Arbeitsplatzsituation zum Branchenmix einer gesunden Unternehmenslandschaft spannte der Landrat vor zahlreichen Zuhören einen Bogen zur Sozialpolitik im Kreis.
Er nannte Beispiele, wo Bund und Land sich aus vielen sozialen Aufgaben verabschiedet hätten und wo der Kreis mit seinen beschränkten finanziellen Mitteln eingesprungen ist, um soziale Strukturen aufrecht zu erhalten. Er hoffe, dass Bund und Land bei der Übertragung weitere Aufgaben an den Kreis auch für die entsprechende finanzielle Unterstützung sorgen werde, da der Kreishaushalt keine zusätzlichen Aufgaben mehr finanzieren könne.
Zahlreiche Fragen und eine lebhafte Diskussion beendete den Abend.
Den Bericht vom Ried-Echo am 23. Februar 2011 finden Sie hier unter dem Punkt Presse-Echo: http://spd-stockstadt.de/presse.php#151
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Zu arm, um krank zu sein - Vortrag von Dr. Thomas Spies [02.02.2011] |
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Unter dem Titel „Zu arm, um krank zu sein?“ lud der SPD-Ortsverein Stockstadt am Rhein am 2. Februar zu einer Veranstaltung mit Dr. Thomas Spies, dem gesundheitspolitischen Sprecher der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag, ein. Er erläuterte anschaulich den Unterschied zwischen der von der SPD befürworteten Bürgerversicherung gegenüber der von der CDU favorisierten Kopfpauschale, bei der jeder Versicherte, egal ob Geschäftsführer oder Fahrer, den gleichen Beitrag leisten sollen. Gleichzeitig können von den Krankenkassen Zusatzgebühren erhoben werden, was mit der sogenannten Gesundheitsreform im vergangenen Jahr schon eingeführt wurde.. Auf der anderen Seite wird der Arbeitgeberanteil an der Krankenversicherung eingefroren, so dass diese zusätzlichen Zahlungen nur von den Versicherten zu leisten sind und für viele in der Zukunft kaum zu bezahlen sein werden.
Bei der Bürgerversicherung dagegen würde die Grundlage der Beitragsbemessung das Einkommen jedes Bürgers sein. Und das würde nicht nur für die derzeit Pflichtversicherten gelten, sondern z.B. auch für Selbständige. Die derzeitige Zwei-Klassen-Medizin mit Pflicht- und Privatversicherten soll es nicht mehr geben, da jeder Kranke gleich behandelt werden sollte.
An den Vortrag von Herrn Dr. Spies schloss sich eine intensive Diskussion an, so dass die Veranstaltung eine Stunde später als geplant zu Ende ging.
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Grenzgang am 28. Dezember 2010 [28.12.2010] |
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Viel Information zu den derzeitigen Projekten in Stockstadt gab es beim traditionellen Grenzgang des SPD-Ortsvereins am 28. Dezember 2010. Bei herrlichem Wanderwetter trafen sich die Stockstädterinnen und Stockstädter im Schnee an der Insel-Kühkopf-Schule, die mit dem Neubautrakt in Passivbauweise und einer Holzpelletheizung die modernste Schule im Groß-Gerau ist. Von dort aus ging es zur Altrheinhalle. Hier informierte der Vorsitzende Reiner Kiesel über die abgeschlossene Dachsanierung mit eingebauter Photovoltaikanlage. Die nächste Station war der Parco Villa Lagarina, wo der Bau des neuen Kindergartens geplant ist. Über das neue Wohngebiet „onn de nei Gass“ Modaustraße ging es zum Zwischenstopp am Feuerwehrgerätehaus.
     
Dort wartete das „Genussteam“ um Lutz Wenner bereits mit warmen Getränken auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
   
Die letzte Etappe führte dann über die Brücke und die Felder zum neuen Gewerbegebiet im Osten Stockstadts. Auch der Kreisbeigeordnete Gerald Kummer begleitete die Gruppe auf diesem Stück, nachdem er schon in Biebesheim am Grenzgang teilgenommen hatte.
   
Zum Abschluss im Schützenhaus wurde den hungrigen Wanderern eine Wurstplatte angeboten und der erste Vorsitzende des Stockstädter Schützenvereins Bernhard Maes zeigte danach Interessierten noch die gesamte Anlage.
         
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Nikolausfahrt zum Sternschnuppenmarkt nach Wiesbaden am 10. Dezember 2010 [10.12.2010] |
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Die traditionelle Nikolausfahrt des SPD-Ortsvereins Stockstadt am Rhein führte die Stockstädter Seniorinnen und Senioren in diesem Jahr zum Sternschnuppenmarkt nach Wiesbaden. Dort konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht nur mit einem Glühwein, der in verschiedenen Sorten angeboten wurde, aufwärmen, sondern fanden auch gleich an einem der vielen Stände das passende Weihnachtsgeschenk für ihre Lieben.
Im Winzerhaus Kiedrich fand das gemeinsame Abendessen im weihnachtlich geschmückten Saal statt und gegen 22:30 h stiegen alle wohlbehalten und gutgelaunt nach einem schönen Tag in Stockstadt wieder aus dem Bus.
Wir wünschen allen Bürgerinnen und Bürgern Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins Neue Jahr.
Wenn Sie Bilder nachbestellen möchten, senden Sie bitte eine mail an spd-stockstadt@web.de mit einer Kopie des Bildes und wir werden sie Ihnen in Originalgröße zusenden.

                                              
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